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Records

Bock Auf Dieses Leben

Record Details

Artist
Die Enterbten
Release
2026
Genre
Neon Punk
Plattencover Bock Auf Dieses Leben

Record Links

  • Bandcamp

Record Tracklist

  1. Bock Auf Dieses Leben -:-- / 02:51
  2. Mädchen -:-- / 03:29
  3. Einzigartig -:-- / 03:34

Produced at H-pHase Studio, Cologne
Mixed and mastered at MerlinSound, Neuwied

Released April 3, 2026

Vocals: Michaela Ansey
Guitars, Backing Vocals, Production: Frank Hentschel
Bass: Mario Holverath
Keyboards: Guido Rizzato
Drums, Backing Vocals: Ingo Dudda

Kritiken:

MIX1:

Die Enterbten: „Bock Auf Dieses Leben“ verwandelt Neonpunk-Flair in eine bissige Zeitkapsel mit Gegenwartsdrall – Zwischen New Wave und Artpunk

80er-Revival nimmt allmählich Fahrt auf, erste Interpreten tauchen unter der etwas sperrigen Kategorie „Neue Neue Deutsche Welle“ auf und versuchen, das Lebensgefühl jener Jahre in die Gegenwart zu übertragen. Bei „Bock Auf Dieses Leben“ von der aus Brühl stammenden Band Die Enterbten funktioniert das erstaunlich gut. Das liegt vor allem daran, dass diese EP eben nicht wie eine verkleidete Retro-Übung klingt, sondern wie eine Zeitkapsel, die den Geist der Achtziger einfängt und ihn zugleich mit heutiger Dringlichkeit auflädt. Vergleiche mit Nina Hagen sind dabei keine Übertreibung, sondern durchaus legitim, jedoch wäre es vermessen und ungerecht, Die Enterbten hier eines Plagiats zu verdächtigen. Dafür besitzt diese Band viel zu viel eigenes Format, zu viel Charakter und genug Talent, um sich mit einer eigenen Identität zu behaupten – und genau das tut sie auch. Statt bloßer Rückschau entsteht hier ein Sound, der vertraute Reize aufgreift, ohne sich ihnen zu unterwerfen.

Musikalisch setzt „Bock Auf Dieses Leben“ auf Tanzbarkeit, Direktheit und ein angenehm ungebügeltes Selbstverständnis. Der Titelsong geht direkt nach vorne, verbindet tanzbare New-Wave-Energie mit einer rotzigen Punk-Attitüde und formuliert seinen Optimismus, der Botschaft die schönen Seiten des Leben zu sehen, so schnörkellos, dass daraus keine hohle Durchhalteparole wird. Die Enterbten verstehen es, dem Stück Biss zu verleihen, ohne es in übertriebenem Pathos zu ertränken. Gerade diese Mischung macht die Nummer stark: Sie will aufrichten, aber nicht belehren, sie will antreiben, ohne kitschig zu wirken. „Mädchen“ schlägt danach in eine ähnlich klare Kerbe, nur mit stärkerem Fokus auf Emanzipation und Selbstbehauptung. Der Song trägt seine Botschaft mit Nachdruck, bleibt dabei aber musikalisch beweglich genug, um nicht wie ein bloßes Statement mit Begleitmusik zu klingen. Auch hier zeigt sich, dass Die Enterbten ein gutes Gespür dafür haben, Haltung und Hookline so auszubalancieren, dass beides voneinander profitiert.

Mit „Einzigartig“ rundet die Band diese kompakte EP schlüssig ab und setzt zum Abschluss auf Selbstwert, Individualität und ein gesundes Maß an Widerständigkeit. Gerade weil die Songs nicht überladen sind, sondern präzise auf den Punkt kommen, entfaltet „Bock Auf Dieses Leben“ seine Wirkung so nachhaltig. Diese Veröffentlichung klingt nach Aufbruch, nach Selbstbehauptung und nach einer Band, die sehr genau weiß, dass ein bisschen Neonfarbe allein noch keine Relevanz erzeugt. Die Enterbten liefern keinen nostalgischen Aufguss, sondern drei sauber konturierte Songs, die das 80er-Erbe als Inspiration begreifen und daraus etwas Eigenständiges formen. Das Ergebnis ist eine EP, die sich gleichermaßen vertraut und frisch anfühlt, wie eine Zeitkapsel und doch modern. Wer deutschsprachigen Punk mit New-Wave-DNA, klarer Haltung und spürbarem Eigenprofil sucht, sollte „Bock Auf Dieses Leben“ nicht als Fingerübung abtun, sondern als äußerst gelungenes Lebenszeichen einer Band, die alles andere ist, als eine Olle Kamelle von Vorgestern, sondern das Vorgestern erstaunlich frisch in das Heute transportiert.

Bewertung: 7 von 8 Sternen

Quelle: https://www.mix1.de/music/die-enterbten/bock-auf-dieses-leben/


METALGLORY:

Mit „Bock Auf Dieses Leben“ legen Die Enterbten am heutigen Karfreitag eine EP vor, die vom ersten Takt an keinen Zweifel daran lässt, wo diese Band hinwill. Das Quintett aus Brühl und dem Raum Köln verbindet auf drei Tracks New Wave, Art-Punk und Alternative zu einem Sound, der Druck, Haltung und Eingängigkeit zusammenführt. Parallel erscheint auch das Video zum Titelstück „Bock Auf Dieses Leben“, das den Charakter der Veröffentlichung noch einmal bündelt: direkt, energisch und mit jener neon-grellen Schärfe aufgeladen, die den Stil von Die Enterbten inzwischen klar konturiert.

Neon-grelle Kante mit Zug nach vorn

Die Enterbten setzen auf „Bock Auf Dieses Leben“ nicht auf bloße Attitüde, sondern auf Songs, die sofort greifen. Der Titeltrack marschiert mit straffem Puls, markanter Hook und genau jener kontrollierten Unruhe nach vorne, die guter gitarrengetriebener New Wave braucht, um nicht dekorativ zu wirken. Inhaltlich dreht sich alles um Zuversicht, Selbstbehauptung und die Weigerung, sich von Krisen kleinziehen zu lassen. Entscheidend ist allerdings, dass die Band diese Haltung nicht in Pathos tränkt, sondern in einen Song gießt, der Druck entwickelt und sich seine Wirkung über Rhythmus, Präsenz und Zuspitzung erarbeitet.

Gerade dieser Zugriff macht die EP interessant. Die Enterbten schreiben keine weich gezeichneten Mutmachhymnen, sondern Stücke, die in ihrer Energie nach vorne drängen und gleichzeitig melodisch verankert bleiben. Der Sound besitzt Ecken, ohne sperrig zu werden, und bleibt eingängig, ohne an Profil einzubüßen. Das gibt „Bock Auf Dieses Leben“ genau die Schlagkraft, die ein Auftaktrelease braucht, wenn es nicht im Strom schnell konsumierbarer Neuveröffentlichungen untergehen soll.

Mit Rückenwind aus Nina Hagen Band und Ideal

Die Bezugspunkte sind deutlich hörbar. Wer bei Die Enterbten an die Nina Hagen Band, an Ideal oder an jene Phase denkt, in der deutschsprachige Wave- und Punk-affine Musik Kante, Witz und Störung zugleich transportierte, liegt durchaus richtig. Interessant wird es aber erst dort, wo die Band diese Linien nicht einfach reproduziert, sondern in einen eigenen Zusammenhang stellt. Gitarrenarbeit, Rhythmussektion und Keyboardflächen greifen präzise ineinander, während der Gesang das Material mit Nachdruck führt. So entsteht ein Sound, der die Tradition kennt, sich aber nicht von ihr fesseln lässt.

Gerade der von der Band verwendete Begriff Neonpunk trifft den Kern gut. Diese Musik trägt eine auffällige, neon-grelle Oberfläche, bleibt darunter aber handfest gebaut. Nichts wirkt beliebig, nichts nur auf Effekt ausgerichtet. Stattdessen hört man einer Band zu, die ihre stilistischen Mittel kennt und sie zielgerichtet einsetzt. Das gibt der EP eine Handschrift, die in einem über weite Strecken formelhaften deutschsprachigen Rock- und Alternativfeld wohltuend eigenständig ausfällt.

„Mädchen“ setzt den schärfsten Akzent

Neben dem Titeltrack ist es vor allem „Mädchen“, das auf dieser EP nachhaltig Eindruck hinterlässt. Der Song formuliert seine emanzipatorische Stoßrichtung ohne Ausweichbewegung und ohne sich hinter Allgemeinplätzen zu verstecken. Es geht um Selbstvertrauen, Gleichstellung und den entschiedenen Widerspruch gegen Rollenbilder, die Frauen klein halten wollen. Musikalisch bleibt das Stück dabei beweglich genug, um nicht in bloßer Botschaftsschwere zu versinken. Genau daraus bezieht „Mädchen“ seine Wirkung: Der Song argumentiert nicht, er setzt ein Zeichen.

Dass der Track ursprünglich für Rockgören geschrieben wurde, schadet ihm in diesem Kontext keineswegs. Im Gegenteil: Innerhalb der Dramaturgie von „Bock Auf Dieses Leben“ fungiert „Mädchen“ als Gegenpol zum nach vorn drängenden Titelsong. Wo ersterer auf Aufbruch setzt, bringt letzterer eine gesellschaftliche Schärfe ins Spiel, die das Profil der EP merklich erweitert. So wird aus der Veröffentlichung kein eindimensionales Statement, sondern eine kompakte, aber klar ausformulierte Setzung.

„Einzigartig“ hält die Spannung

Mit „Einzigartig“ liefern Die Enterbten schließlich einen Abschluss, der den Spannungsbogen der EP sinnvoll abrundet. Der Song rückt Fragen von Identität, Eigenständigkeit und Selbstwert in den Mittelpunkt, ohne die zuvor aufgebaute Dynamik zu verlieren. Das Stück funktioniert damit nicht als bloßer Nachsatz, sondern als dritter Baustein einer Veröffentlichung, die auf engem Raum bemerkenswert geschlossen wirkt. Drei Songs genügen hier, um ein klares Bild dieser Band zu zeichnen.

Genau darin liegt eine der Stärken von „Bock Auf Dieses Leben“: Die EP verzichtet auf Umwege und konzentriert sich auf das Wesentliche. Jeder Track setzt einen eigenen Akzent, ohne die Stringenz des Gesamtbilds zu gefährden. Das Ergebnis ist eine Veröffentlichung, die kompakt wirkt, aber keineswegs skizzenhaft. Vielmehr klingt sie wie ein bewusst gesetzter erster Aufschlag vor dem Album.

Ein druckvoller Vorbote für „Niemals zu spät“

Als Auftakt zum Debütalbum „Niemals zu spät“, das am 26. Juni 2026 über NRT-Records erscheinen soll, erfüllt „Bock Auf Dieses Leben“ seine Aufgabe mit Nachdruck. Die Enterbten präsentieren sich hier als Band mit erkennbarem Profil, klaren Referenzen und dem nötigen Gespür dafür, wie man Haltung, Hook und Energie in ein funktionierendes Verhältnis bringt. Zwischen Art-Punk, New Wave und Alternative entsteht eine Veröffentlichung, die ihre Kraft nicht aus Nostalgie, sondern aus Zuspitzung bezieht.

Wer deutschsprachige Rockmusik mit Charakter, Zug und einer eigenständigen Farbigkeit sucht, sollte Die Enterbten jetzt auf dem Zettel haben. Diese EP macht deutlich, dass hier nicht einfach eine weitere Retro-affine Band antritt, sondern eine Formation, die ihren Stil mit Druck, Haltung und einer neon-grell leuchtenden Signatur in die Gegenwart stellt.

Bewertung: Tip der Redaktion

Quelle: https://www.metalglory.com/die-enterbten-d-bock-auf-dieses-leben/


METAL-FM:

Die Enterbten: „Bock Auf Dieses Leben“ – Als hätte eine 80er Artpunk und New Wave Ikone eine Zeitkapsel hinterlassen!

Am heutigen Karfreitag schmeißen die Bühler Neonpunks von Die Enterbten mit „Bock Auf Dieses Leben“ eine EP auf den Markt, die sich dem stillen Feiertagsmodus mit hörbarer Entschlossenheit trotzt. Von wegen Tanzverbot und so. Das Quintett aus Brühl und dem Raum Köln zieht auf drei Songs eine Linie zwischen New Wave, Art-Punk und somit einem starken Einfluss der „Neue Deutsche Welle“, die rau genug bleibt, um Punk zu zeigen, und gleichzeitig eingängig genug ausfällt, um wie eine Zeitkapsel aus den 80ern zu wirken. Parallel erscheint auch das Video zum Titeltrack „Bock Auf Dieses Leben“, das die Stoßrichtung der Veröffentlichung noch einmal bündelt: neon-grell, druckvoll und mit lyrischer Dynamik im Kern. Als erster Vorbote des für den 26. Juni 2026 angekündigten Debütalbums „Niemals zu spät“ setzt diese EP ein deutliches Zeichen.

Bereits der Titelsong „Bock Auf Dieses Leben“ macht klar, dass Die Enterbten ihre Musik nicht als bloße Stilübung verstehen. Der Track geht mit spürbarem Zug nach vorne, lebt von seiner straffen Rhythmik und trägt genau jene unruhige Spannung in sich, die man braucht, damit ein Song nicht nur funktioniert, sondern nachwirkt. Inhaltlich geht es um Widerstandskraft, um den bewussten Entschluss, sich von Krisen nicht auffressen zu lassen, und um die Weigerung, im eigenen Frust zu erstarren. Das Entscheidende daran: Die Band verpackt diese Haltung nicht in aufgesetztes Pathos, sondern in eine Nummer, die direkt aus dem Proberaum auf die Bühne gedacht scheint.

Gerade aus Sicht eines härteren Rock- oder Metal-Publikums liegt darin der Reiz. Die Enterbten klingen zwar nicht nach klassischem harten Punk und schon gar nicht nach Metal, aber sie arbeiten mit ähnlichen Grundtugenden: Zug, Präzision, Profil. Der Song setzt auf Druck statt Beliebigkeit, auf Haltung statt Pose und auf einen Refrain, der seine Wirkung aus der Dynamik des Stücks zieht. Das gibt „Bock Auf Dieses Leben“ eine Schlagseite, die weit über freundlich konsumierbaren Deutschrock hinausweist.

Zwischen Nina Hagen Band, Ideal und eigener Handschrift – Eine Zeitkapsel mit Format!

Die Referenzen liegen offen auf dem Tisch. Wer bei Die Enterbten an die Nina Hagen Band, an Ideal oder generell an jene Phase denkt, in der deutschsprachige Musik gleichzeitig sperrig, tanzbar und scharf konturiert sein konnte, hört nicht falsch. Trotzdem funktioniert diese Band nicht als bloße Rückwärtsbewegung. Gitarren, Bass, Drums und Keyboard greifen so ineinander, dass das Material eher nach Gegenwart als nach Rückschau klingt. Das ist ein wesentlicher Punkt, denn gerade in diesem Feld verliert sich viel Musik allzu schnell in reiner Referenzpflege.

Die Enterbten umgehen diese Falle, weil ihr Sound nicht totproduziert auf Effekt gebürstet wirkt, sondern wie das Resultat einer Band, die live denken und schreiben kann. Der Begriff Neonpunk passt deshalb erstaunlich gut: Da ist Farbe drin, da ist Schärfe drin, da ist ein leicht kalter Glanz in den Konturen, aber unter der Oberfläche arbeitet ein handfester Rock-Unterbau. Genau dieses Spannungsfeld macht die EP interessant.

„Mädchen“ trifft ins Zentrum

Der zweite große Akzent der EP heißt „Mädchen“. Inhaltlich ist das Stück ein klares Statement gegen Sexismus und für Selbstbestimmung, aber der Song wird nicht dadurch stark, dass er seine Botschaft möglichst laut ausstellt. Stark wird er, weil Die Enterbten das Thema mit Nachdruck und musikalischer Kontrolle angehen. Die Nummer hat Haltung, ohne sich in Plattitüden zu verlieren, und schiebt ihre emanzipatorische Stoßrichtung mit genug Energie nach vorne, um nicht in bloßer Absichtserklärung stecken zu bleiben.

Gerade hier zeigt sich die Qualität der Band. „Mädchen“ will nicht gefällig wirken, sondern klar. Der Song argumentiert nicht lange herum, sondern setzt einen Punkt. Dass er ursprünglich für Rockgören geschrieben wurde, tut ihm in diesem Zusammenhang keinen Abbruch. Innerhalb von „Bock Auf Dieses Leben“ funktioniert er als scharf gesetzter Gegenpol zum Titelsong und erweitert die EP um eine gesellschaftliche Kante, die dem Gesamtbild zusätzliche Tiefe gibt.

„Einzigartig“ hält die Flanke offen

Mit „Einzigartig“ kommt schließlich der dritte Track ins Spiel, der die EP nicht auslaufen lässt, sondern sauber abrundet. Inhaltlich geht es um Eigenständigkeit, Selbstwert und den Anspruch, sich den Blick von außen nicht als endgültige Wahrheit aufdrücken zu lassen. Musikalisch bleibt die Band dabei auf Spannung, ohne das Tempo der Veröffentlichung unnötig zu drosseln. Das ist wichtig, weil so kein Nachsatz entsteht, sondern ein echter dritter Baustein.

Drei Songs sind naturgemäß kein Mammutformat. Umso bemerkenswerter ist es, wenn eine EP auf dieser Strecke ein geschlossenes Bild erzeugt. Genau das gelingt Die Enterbten. Jeder Track setzt einen eigenen Schwerpunkt, ohne die Linie der Veröffentlichung zu verlieren. So wirkt „Bock Auf Dieses Leben“ nicht wie ein loses Appetithäppchen, sondern wie ein bewusst gesetzter Vorstoß vor dem Album.

Ein Vorbote mit Biss für „Niemals zu spät“

Als Auftakt zum Debütalbum „Niemals zu spät“, das am 26. Juni 2026 über NRT-Records erscheinen soll, erfüllt „Bock Auf Dieses Leben“ seine Aufgabe mit Nachdruck. Die Enterbten präsentieren sich hier als Band mit Profil, klaren Bezugspunkten und einem Stil, der sich nicht in irgendwelchen Retro-Spielereien erschöpft. Zwischen Art-Punk, New Wave und Alternative entsteht ein Soundbild, das genug Eigensinn besitzt, um auch Hörerinnen und Hörer aus härteren Rock-Gefilden mitzunehmen.

Unser Fazit: wer Musik mit Kontur, Energie und einer unverwechselbaren Farbigkeit sucht, sollte diese Band jetzt auf dem Radar haben. „Bock Auf Dieses Leben“ ist eine kompakte, bissige und gut fokussierte EP, die deutlich macht, dass Die Enterbten nicht zufällig auftauchen, sondern mit einer klaren ästhetischen Idee antreten. Neon-grell in der Wirkung, robust im Fundament und mit genug Zug, um neugierig auf das Album zu machen.

Unsere Wertung:

9 von 10 Neonleuchten mhm ich meine Metalhands

Quelle: https://metal-fm.com/2026/04/27764-die-enterbten-bock-auf-dieses-leben-als-haette-eine-80er-artpunk-und-new-wave-ikone-eine-zeitkapsel-hinterlassen-musikvideo-new-wave-art-punk-punk/


SONIC REALMS:

Die Enterbten holen mit „Bock Auf Dieses Leben“ das Gefühl der 80er eindrucksstark in die Neuzeit

Die Enterbten hauen mit ihrer neuen EP „Bock Auf Dieses Leben“ genau das raus, was man in unerquicklich zwischenmenschlich chaotisch wirkenden Zeiten ganz gut brauchen kann: drei Songs mit Haltung, Tempo und genug Kante, um nicht als brave Durchhalteparole an der Tapete zu enden. Die Neonpunks aus Brühl und Köln greifen für den Titelsong tief in die Trickkiste zwischen New Wave, Art-Punk und rotzigem Alternative, ohne dabei wie eine vertonte 80er-Mottofete zu klingen. Parallel zur EP geht jetzt auch das Video zu „Bock Auf Dieses Leben“ an den Start – und das passt zur Nummer: direkt, ungekünstelt und mit genau dem Schuss Trotz, den der Song braucht.

Neonpunk mit offenem Visier

Gegründet 2023, fahren Die Enterbten keinen geschniegelt restaurierten Retro-Sound auf, sondern einen Stil, den sie treffend selbst Neonpunk nennen. Die Mischung aus New Wave, Alternative und Art-Punk erinnert durchaus an Namen wie Nina Hagen Band oder auch Ideal, aber eben nicht als museale Fingerübung. Der Reiz liegt vielmehr darin, dass die Band das kantige Lebensgefühl dieses Jahrzehnts in die Gegenwart schiebt: tanzbar, bissig, melodisch und mit einer Frontfrau, die ihre Zeilen nicht lieblich serviert, sondern mit Nachdruck in den Raum stellt. Michaela Ansey, Frank Hentschel, Mario Hoverath, Guido Rizzato und Ingo Dudda liefern hier keinen Soundtrack für die Nostalgie-Vitrine, sondern Material, das auf der Bühne wahrscheinlich noch eine Spur schärfer zündet.

Der Titeltrack „Bock Auf Dieses Leben“ macht ziemlich schnell klar, wohin die Reise geht. Die Nummer marschiert in flott tanzbarem Tempo nach vorne, hat diesen rock’n’rolligen New-Wave-Schub im Kreuz und formuliert ihre Botschaft angenehm unverblümt: „Ja“ sagen zum Leben, auch wenn es gerade unerquicklich wird. Das klingt hier nicht nach Kalenderspruch, sondern nach einer bewusst simplen, gerade deshalb funktionierenden Parole. Der Song räumt im Kopf auf, schiebt Sorgen zur Seite und setzt auf Bewegung statt Selbstmitleid. Genau das macht ihn stark. Die Enterbten vermeiden Pathos-Überdruck und setzen stattdessen auf eine knackige Hook, eine leicht rotzige Attitüde und genug Ironiereserve, damit das Ganze nicht in Betroffenheits-Pop kippt.

Zwischen Aufbruch, Emanzipation und Eigenprofil

Dass die EP nicht auf ein einziges Motto zusammensackt, zeigt „Mädchen“. Der Song nimmt das Thema Emanzipation auf, ohne mit dem Holzhammer herumzufuchteln. Statt Parolen auf Vorrat gibt es eine klare Botschaft: Mädchen und Frauen können alles erreichen, wenn man sie lässt – und vor allem, wenn sie sich nicht kleinreden lassen. Das sitzt, weil Die Enterbten nicht in plakativen Aktivismus verfallen, sondern dem Stück genug musikalische Beweglichkeit mitgeben. Der Track wirkt wie ein Statement, aber eben wie eins mit Groove. Dass „Mädchen“ ursprünglich für die „Rockgören“ geschrieben wurde, hört man ihm nicht als Fremdkörper an; in diesem Bandkontext fügt er sich nahtlos ein.

Mit „Einzigartig“ rundet die EP das kleine, aber schlüssige Format dann sauber ab. Der Song setzt stärker auf Selbstannahme und Eigenwert, ohne geschniegelt motivational daherzukommen. Genau darin liegt die Stärke dieser Veröffentlichung: Die Enterbten formulieren Zuversicht, Selbstbestimmung und Sozialkommentar so, dass daraus keine brave Lehrstunde wird. Musikalisch ist das kompakt, knackig und präzise genug, um als erster Vorbote des für den 26. Juni 2026 angekündigten Debüts „Niemals zu spät“ zu funktionieren. Drei Songs, keine Ausfälle, kein Leerlauf. So muss eine Auftakt-EP arbeiten, wenn sie Aufmerksamkeit erzeugen soll.

Kein Retro-Kostüm, sondern Songs mit Zug

Unterm Strich liefern Die Enterbten mit „Bock Auf Dieses Leben“ keine überladene Stilcollage, sondern eine auffallend zielgerichtete EP. Der Sound lehnt sich hörbar an die 80er an, tut aber nicht so, als würde ein bisschen Neonfarbe schon für Relevanz reichen. Entscheidend sind hier die Songs – und die funktionieren. Der Titelsong hat Drive, „Mädchen“ Haltung, „Einzigartig“ Profil. Dazu kommt ein Video zu „Bock Auf Dieses Leben“, das den Charakter des Stücks passend verlängert. Wer auf female-fronted Punk mit New-Wave-Kante, klarer Aussage und einem brauchbaren Gespür für Hooks steht, sollte Die Enterbten ab sofort nicht mehr nur beiläufig auf dem Radar haben.

Quelle: https://sonicrealms.de/musik/punk/die-enterbten-holen-mit-bock-auf-dieses-leben-das-gefuehl-der-80er-eindrucksstark-in-die-neuzeit-artpunk-neonpunk-neue-deutsche-welle/


BLATTTURBO:

Die Enterbten bringen mit „Bock Auf Dieses Leben“ frischen Neonpunk zwischen Trotz und Aufbruch

Hachja Karfreitag, heute herrscht ja Tanzverbot! Denkste! Denn diesem widersetzt man sich heute gern, denn Die Enterbten liefern mit ihrer neuen EP „Bock Auf Dieses Leben“ genau den passenden Soundtrack für alle, die auf stillsitzende Feiertagsandacht gerade herzlich wenig Lust haben. Die Neonpunk-Truppe aus Brühl und dem Raum Köln schickt drei Songs ins Rennen, die zwischen New Wave, Art-Punk und Alternative pendeln, dabei aber nie wie ein abgestaubtes 80er-Zitat wirken. Gleichzeitig gibt es auch noch das Video zum Titeltrack „Bock Auf Dieses Leben“ hinterher – und das macht die Sache gleich doppelt rund.

Tanzverbot? Nicht mit diesen Neonpunks

Die Enterbten machen aus ihrer Haltung kein großes Kunststück, sondern lieber Songs, die direkt vor die Brust gehen. Auf „Bock Auf Dieses Leben“ trifft Optimismus auf Kante, Selbstbestimmung auf Bewegung und eine Portion Ironie auf den nötigen Schuss Ernst. Der Titelsong ist dabei kein weichgespülter Durchhalte-Slogan, sondern ein flotter, angenehm ruppiger Aufruf, dem Leben auch dann nicht die kalte Schulter zu zeigen, wenn es gerade mal querliegt. Statt Trübsal gibt es hier Schwung, statt Selbstmitleid lieber ein bisschen Neonglitzer mit blauem Lippenstift!

Musikalisch sitzt das ziemlich gut. Gitarren, Keyboardflächen und Rhythmussektion greifen so ineinander, dass der Song sofort Zug entwickelt, ohne plump nach vorne zu prügeln. Diese Mischung aus tanzbarer Nervosität und rotziger Lockerheit funktioniert, weil Die Enterbten ein Gespür dafür haben, wann ein Refrain knallen muss und wann es reicht, einfach den richtigen Ton zu treffen. Genau deshalb bleibt „Bock Auf Dieses Leben“ hängen – nicht als hohle Parole, sondern als Song mit Biss.

Zwischen Aufbruch, Trotz und einem Augenzwinkern

Die eigentliche Stärke dieser EP liegt darin, dass sie ihre Themen klar formuliert, ohne daraus platte Parolen zu basteln. „Bock Auf Dieses Leben“ setzt auf Zuversicht, aber eben nicht auf die Sorte, die wie ein Kühlschrankmagnet klingt. Hier geht es darum, weiterzumachen, loszulassen, sich nicht vom eigenen Ballast erdrücken zu lassen und im Zweifel lieber einen Schritt nach vorne als zwei zurück zu gehen. Dass Die Enterbten dabei Humor und Ironie nicht außen vor lassen, macht die Sache nur umso angenehmer.

Mit „Mädchen“ bekommt die EP dann einen Song, der seine Botschaft deutlich formuliert, ohne in billige Schlagworte auszuweichen. Das Stück ist ein klares Statement für Gleichstellung, Selbstvertrauen und die Absage an sexistische Rollenbilder. Gut daran ist vor allem, dass der Song nicht doziert, sondern zieht. Er will nicht belehren, sondern stärken. Genau so bleibt die Nummer wirksam. Und dass „Mädchen“ ursprünglich für Rockgören gedacht war, hört man dem Song nicht als Fremdkörper an – im Kosmos von Die Enterbten sitzt das komplett an seinem Platz.

Mit einem Gruß an Nina Hagen, aber ohne Kopie

Klar, die Referenzen liegen auf dem Tisch. Wer bei Die Enterbten an die Nina Hagen Band, Ideal oder auch mal an den schrägen Charme von Blondie denkt, liegt nicht komplett daneben. Aber genau da hört es eben nicht auf. Die Band nimmt sich dieses 80er-Flair, dreht es durch den eigenen Wolf und baut daraus etwas, das nicht nach Archivstaub, sondern nach Gegenwart klingt. Diese Songs wollen nicht museal bewundert, sondern gespielt, gehört und live gespürt werden.

Das passt auch zur Bandgeschichte. Seit 2023 unterwegs, mit Wurzeln in anderen Projekten und reichlich Live-Erfahrung im Gepäck, wirken Die Enterbten nicht wie ein schnell zusammengebautes Konzept, sondern wie eine Formation, die längst verstanden hat, wo sie hinwill. Gerade deshalb funktioniert der selbstgewählte Begriff Neonpunk ziemlich gut: bunt genug für starke Bilder, kantig genug für Haltung und offen genug, um musikalisch nicht an einer Stelle festzukleben.

Drei Songs, kein Leerlauf

Auch „Einzigartig“ macht auf der EP eine gute Figur und rundet das Ganze sinnvoll ab. Der Song setzt stärker auf Identität und Eigenwert, bleibt dabei aber angenehm nahbar. Zusammen mit „Bock Auf Dieses Leben“ und „Mädchen“ ergibt das eine kleine, aber sehr geschlossene Veröffentlichung, die genau das tut, was eine erste EP tun sollte: Profil zeigen, Lust auf mehr machen und keinen unnötigen Ballast mitschleppen. Drei Tracks, drei klare Aussagen, kein Füllmaterial.

Ein gelungener Vorgeschmack auf „Niemals zu spät“

Als Vorbote für das am 26. Juni 2026 angekündigte Debütalbum „Niemals zu spät“ funktioniert „Bock Auf Dieses Leben“ ausgesprochen gut. Die EP zeigt, dass Die Enterbten nicht nur ein hübscher Bandname mit Neonlicht ist, sondern eine Truppe mit klarer Handschrift, brauchbaren Hooks und einem sehr soliden Gespür für Themen, die nicht banal klingen sollen. Wer female-fronted Punk mit New-Wave-Kante, Energie und eigener Note sucht, hat hier einen ziemlich guten Grund, diese Band ab sofort im Blick zu behalten.

Quelle: https://blattturbo.com/punk/die-enterbten-bringen-mit-bock-auf-dieses-leben-frischen-neonpunk-zwischen-trotz-und-aufbruch-musivideo-artpunk-new-wave-punk/

© Frank Hentschel.
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  1. Nothing Else Matters (by Metallica) Franklin 4:37
  2. Sternenhimmel (by Hubert Kah) Franklin 3:26
  3. I Loved Another Woman (by Fleetwood Mac) Franklin 4:09
  4. Feel Good Inc. (by The Gorillaz) Franklin 3:08
  5. Who Wants To Live Forever (by Queen) Franklin 4:09
  6. Die Da! (by Die Fantastischen Vier) Franklin 4:13
  7. Play That Funky Music (by Wild Cherry) Franklin 3:44
  8. Perfect 10 (by The Beautiful South) Franklin 2:57
  9. Low (by Lenny Kravitz) Franklin 4:39
  10. Superstition (by Stevie Wonder) Franklin 3:43
  11. Us And Them (by Pink Floyd) Franklin 3:33